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 Batteriepflege im Winter

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DK
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BeitragVerfasst am: 06.12.2013, 03:11    Batteriepflege im Winter Antworten mit ZitatNach oben

Hallo Mitstreiter,

wem 50 Eus für eine neue Batterie alle zwei bis drei Jahre egal sind, sollte nicht weiterlesen.

Die Batterie im Winter lebendig halten, hat seine Tücken. Selbst mit allgemein als gut bewerteten Ladegeräten gelingt das nicht, wenn die Batterie nicht ausgebaut und im warmen Zimmer geladen wird.

Die Batteriespannung soll nicht für längere Zeit (Tage) unter 12,5 Volt fallen, sonst nachladen!
Eine normale Gel-Batterie hat die Ladeschlussspannung 14,3 Volt bei 20°C, was gute microprozessor geregelte Ladegeräte auch einhalten.
Im Winter, bei 5° Batterietemperatur sind es schon 15,0 Volt, die zum vollständigen Laden erforderlich sind. Das schaffen nur Ladegeräte, die über einen Temperatursensor verfügen!
Die Ladeschlussspannung von AGM Batterien liegt 0,3 Volt höher als die von Blei-Gel-Batterien und ist genauso termperaturabhängig.

Das kurzzeitig Erreichen der Ladeschlussspannung ist wichtig, um die volle Kapazität der Batterie auf Dauer zu erhalten.
Das schaffen Lichtmaschinen im Winter regelmäßig nicht. Die Regler sind so ausgelegt, dass die Batterien im Sommer nicht leer kochen.

Wenn die Ladeschlussspannung kurzzeitig erreicht wurde, schalten moderne Ladegeräte auf Erhaltungsladung um.
Diese Erhaltungsladung liegt bei 13,4 bis max.13,6 Volt, wenn man eine Batterie wirklich an einem Erhaltungslader überwintern lassen möchte (nicht empfohlen). Besser ist es, alle 3 bis 4 Monate in der kalten Jahreszeit richtig mit dem Ladegerät bis zur Ladeschlussspannung aufzuladen.

Wohnmobilisten und Bootsbesitzer sind da Fachleute. Deren Batterien kosten mal schnell 500 bis über 1000 Euro. Motorradfahrer liegen bei der Pisastudie in Sachen Batterie regelmäßig zusammen mit Autofahrern auf dem letzten Platz.
Bei den Autofahrern fällt das kaum auf, denn die Leerlaufspannung der Batterien sinkt kaum unter 12,5 Volt, da die Fahrzeuge überwiegend täglich benutzt werden.

Formel für die Ladeschlussspannung
Blei-Gel: 14,3V bei 20°C +0,04V/!C darunter bzw. -0,04V/°C darüber
AGM: 14,7V, Rest wie bei Blei-Gel.

Grüße - DK

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Wenn ich falsch liege, bitte bescheid sagen!
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BeitragVerfasst am: 06.12.2013, 10:17    Re: Batteriepflege im Winter Antworten mit ZitatNach oben

« DK » hat folgendes geschrieben:
Eine normale Gel-Batterie hat die Ladeschlussspannung 14,3 Volt bei 20°C, was gute microprozessor geregelte Ladegeräte auch einhalten.
Im Winter, bei 5° Batterietemperatur sind es schon 15,0 Volt, die zum vollständigen Laden erforderlich sind. Das schaffen nur Ladegeräte, die über einen Temperatursensor verfügen!


Hi Dieter,

das erklärt einiges.
Ich war auch erst ganz erschrocken als mein neues Ladegeät bis 14,6 Volt geladen hat (im kühlen Keller) - ein billiger
Batterie-Tester blinkte dann nämlich ganz hektisch und zeigte "überladen" an.



Gruß

Andreas

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BeitragVerfasst am: 06.12.2013, 11:41    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Tag, Dieter - schön, daß Du das so knapp und präzise geschildert hast, die Zusammenhänge zwischen Batteriebautyp, Raumtemperatur, Impulsladung, Endladezustand (mit "D") Erhaltungsladung etc.
Im Prinzip war mir das weitgehend bekannt, doch eine Frage habe ich an Dich: weshalb sind Erhaltungslader nicht empfehlenswert ? .. ja, das mit dem "Nicht-Erreichen-der 14,3 Volt" ist einleuchtend, aber mein handelsübliches elektronisch geregeltes Ladegerät (angepasst an Motorradbatteriekapazität) regelt das alles funktional zusammen.Ladezustand überprüfen-Nachladen- Erhaltungsladung - in stetiger Abfolge.Wie gut ? mmmh, da müßte man ganze "Prüfreihen" veranstalten um aussagefähige Vergleiche zu bekommen.. Also, meine Garage ist nicht geheizt,kühlt jedoch nicht auf Aussentemperaturen aus ... klar unter die 20 Grad Celsius (!) Im Gegensatz zu den früher benutzten Universal-Ladegeräten - Temperaturüberwachung für die Ladegerätewicklung, Volt-Anzeige und Ladestromanzeige, das war's, bieten die modernen Impulsgesteuerten Ladegeräte den Vorteil: die Batterie(n) werden nicht mehr "zu Tode gekocht" - man braucht also nicht dauern nach der Batterie zu sehen um den Ladezustand zu überprüfen.Früher - aus soeben geschilderten Grund - habe ich die Batterie aus dem Motorrad/Auto zum Laden ausgebaut.Heute bleibt die Batterie drin.Längere Zeit habe ich auch aus Vorsicht und Angst um die Zündanlage - die Batterie beim Laden abgeklemmt.Das mache ich seit ein paar Jahren auch nicht mehr... und bisher halten die Batterien in der CB1 relativ lang - so ca. 3,5 bis 5 Jahre.Bei Ganzjahresfahrbetrieb.
Vielleicht hast Du ja Lust und Laune hierauf zu Antworten ?
Gruß J.alias Christoph
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BeitragVerfasst am: 06.12.2013, 15:25    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Hi joybiker,

das Problem ist wohl die genaue Einhaltung der Erhaltungsspannung. Jedes Verdunsten von Elektrolyt ist schädlich für die Kapazität und die Lebensdauer. Wer alle Monate voll lädt und dann stehen lässt, verliert sicher kein Elektrolyt. Deshalb ist Erhaltungsladung über Monate nicht empfehlenswert.

Lidl's "Edelgerät" hält weder die richtige Ladeschlussspannung, noch die richtige Erhaltungsladung, obwohl es über einen Mikrocontroller verfügt und viele Einstellungsmöglichkeiten: Motorrad, Auto, Blei-Gel, AGM. Das mit den verfehlten Spannungen kann Serienstreuung sein bzw. lasche Qualitätskontrolle. Der Schnickschnack suggeriert dem Besitzer aber Sicherheit beim Laden, die tatsächlich nicht gegeben ist.

Der Intellicharger ist für Erhaltungsladung geeignet. Der max. Ladestrom ist für Motorräder zugeschnitten. Aber schon AGM kann er nicht laden und temperaturkompensiert ist das Teil von 2005 auch nicht.

Ein einfaches Steckernetzteil, die billigste Form der Erhaltungslader, schadet mehr als dass es nützt. Der Elektrolyt kocht aus, weil keinerlei Spannungkontrolle vorhanden ist.

Ich bin auf die Edelvariante von Ctek umgestiegen. Vor allem wegen der teuren großen Batterien in den Autos und dem Transit. Das 10A Ctek ist mit Temperaturkompensation ausgestattet, hat aber für kleine Motorradbatterien leider keine geeignete schwache Stromstufe.

Die Blei-Gel Batterie meiner Kawasaki habe ich vor ein paar Tagen regulär mit dem Intellicharger auf 14,3 Volt geladen. Anschließend mit dem Labornetzteil und anfangs 50mA abfallend auf 15,0 Volt gebracht. Jetzt ist der Akku voll bis in den Frühling.

Grüße - DK

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BeitragVerfasst am: 06.12.2013, 17:02    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Hallo Dieter,

dann müsste doch dieser hier eine Empfehlung für
Auto und Motorrad sein, oder entdeckst du da einen Pferdefuss?

http://www.ctek.com/de/de/chargers/MXS%205.0

Allerdings finde ich keinen Hinweis auf den Anfangsladestrom.

Zur Zeit nutze ich den Saito Pro Charger von Louis - scheint mit eigentlich in Ordnung zu sein.



Gruß

Andreas

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BeitragVerfasst am: 06.12.2013, 18:26    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Das Ctek MXS 5.0 hat gar keinen Pferdefuß.
Das siegte in vielen Tests. Es kann sogar Motorradbatterien im Winter voll laden.

Für mich erstaunlich, dass Motorradonline im Test unglaublich viele Gurkenlader mit "sehr gut" beurteilt hat. Man kann ja nicht von Allem Ahnung haben, liebe Redaktion!
Meine Kenntnisse sind ja auch gerade mal erweitert rudimentär. Ich verstehe aber wenigstens, wenn ich was Technisches lese. Die wahren Wissenden sitzen in den Wohnmobil-Foren.

Grüße - DK

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BeitragVerfasst am: 07.12.2013, 12:34    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Hallo - ihr beide, das Gerät vom Louis (Saito Pro Charger) umschaltbar zwischen 12 V und 6 Volt benutze ich auch seit längerem.Mir scheint das funktionabel - das mit demVerdunsten des Elektrolytes ist soweit einleuchtend, jedoch ist die Gel-Batterie luftdicht verschlossen und da gibt's auch keine Ablüftungsöffnung...
Wo und wie soll das Elektrolyt entfleuchen ? oder gibt's da noch einen anderen elektrochemischen Wirkzusammenhang ? In dem Zusammenhang angedacht: gibt es eine "Faustformel" betreffend der Entladeneigung in Zeitdauer/Temperatur gemessen ab: Volladung und die von Dir zuletzt geladenen 15 Volt per Profi-Labornetzteil sind sozusagen die nötige Vorbehandlung, um das "schnelle Entladen" bei Nichtgebrauch, zu unterbinden ?

Nebenbei bemerkt: finde ich anerkennenswert, wie der Fragesteller bezüglich der Lademisere an seiner CB1 ausführlich und äußerst geduldig beraten wird.
Hoffentlich mißt der "Jüngling" auch genau.Bin gespannt auf das Ergebnis.Na-ja, schon verständlich, jemand der sicherlich (noch) nicht das "Große Geld" zur Verfügung hat, gerät in Verzweiflung und sucht demgemäß nach der einfachsten und "billigsten" Reparatur.
..und die schnelle Abfolge der "Hilfeeerufe" ist vielleicht dem heutzutage weitest verbreiteten SMS Gestammel zu schulden..

Tschöö - und Grüße von j.
ach, der zugelaufene Jungkater "frisst mir bald die Haare vom Kopf" Mann wie der zusehend wächst und erstaunlicherweise toleriert den die Haus&Hofkatze
hier sind die beiden
toothy7 cat cat

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BeitragVerfasst am: 10.12.2013, 02:24    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Hallo Joybiker,

Gel- und Vliesbatterien gasen bei entstehendem Überdruck auch ab durch ein Sicherheitsventil. Beim Treffen 2013 haben wir das an meiner CB-1 ja erlebt.

Grüße - DK

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